Museum Eckernförde : Sonderausstellungen : Eckernförde und die Ostsee
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Eckernförde und die Ostsee

Badestege in Borby

Auch wir müssen festhalten, dass die Anfänge der Stadt weiterhin nicht genau datierbar sind, dass eine Stadternennung wohl um die Mitte des 13. Jahrhunderts anzunehmen ist, dass aber die Ansiedlung von Menschen an diesem Ort – einer stetig wachsenden Sandbank am Westende der Förde – viel weiter zurück reicht. Sicher aber ist wohl dies: Die Ostsee spielte für die Menschen, die Eckernförde an diesem Platze gründeten, eine entscheidende Rolle. Sie ließen sich von Anfang an auf alle Unwägbarkeiten, die eine solche, vom Wasser umspülte Lage bereit hielt (und hält), mutig ein und verteidigten sich gegen die Naturgewalten, die sie zu verdrängen suchten.

Die Stadt, die seit dem Jahre 1302 (als Rechtsform) schriftlich nachgewiesen ist, war von Anfang an auf das Meer ausgerichtet – die Ostsee war Arbeitsplatz und Transportweg. Neben den Fischern, die für die Versorgung der Stadt mit Nahrungsmitteln sorgten, gab es schon damals Kaufleute, die regen Seehandel betrieben. Das Wasser bot der Stadt einerseits Schutz, andererseits aber drohten gerade von See her besondere Gefahren: Piraten kaperten sicher nicht nur Handelsschiffe, wie das Schreiben von 1302 belegt, sie nutzten Eckernförde möglicherweise auch als Schutz vor Verfolgern, was nicht ungefährlich war.

Das Meer selbst konnte, wie mehrfach bezeugt, auch zur Gefahr werden – Hochwasser und Sturmfluten sorgten immer wieder für große Schäden in der Stadt, am schlimmsten am 13. 11. 1872. Zwei Mal waren es kriegerische Handlungen, die von See her gegen die Stadt gerichtet waren: 1628, während des 30jährigen Krieges, nahm eine dänische Flotte König Christians des IV. die Stadt ein und befreite sie von den kaiserlichen Truppen, 1849 scheiterte eine dänische Flotte bei einem Landungsversuch zu Beginn der schleswig-holsteinischen Erhebung.

Fischerei und Handel (Familie Otte), und damit verbunden der Schiffbau, bildeten vom 18. bis zum 20. Jahrhundert die bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren für die Stadtentwicklung, was sich an der baulichen Veränderung des Hafens ablesen lässt. Politische, gegen Ende des 19. Jahrhunderts aber auch verkehrstechnische Gründe rückten die Stadt in eine Randlage, die nur durch die Stationierung der Marine ein wenig gemildert werden konnte.

Das Meer spielt seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zunehmend eine herausragende Rolle für das Freizeitvergnügen (Badeleben, Sportsegeln usw.).

Die Ausstellung kann die vielfältigen Themen nur anreißen; besuchen Sie deshalb die entsprechenden Abteilungen in unserer Dauerausstellung (Badeleben, Fischerei, 1849, NS-Zeit und Nachkrieg).

info

Laufzeit: 14. November 9. Januar 2005

Öffnungszeiten: Di – Sa 14.30 – 17 Uhr, So 11 – 17 Uhr, 24., 25., 31.12. und 1.1. geschlossen

Publikationen:
Zur Ausstellung erscheint ein Museums-Sammelblatt.

Außerdem gibt es an der Museumskasse den neuen Bildband "Eckernförde und die Ostsee", der  in der Reihe "Archivbilder" des Sutton Verlags Erfurt erschienen ist. Er kostet 17.90 Euro und auch im Buchhandel erhältlich.

Begleitende Veranstaltungen:

5.12.2004

11.00 Uhr Museum ab 4 – "Eckernförde und die Ostsee" für Kinder ab 4 Jahren – Spiele, Geschichten, Basteln(Rau/Rösner)

11.00 Uhr Führung durch die Ausstellung "Eckernförde und die Ostsee" (Dr. Beitz)

Weitere Veranstaltungen in Planung.


 

 
 
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