Museum Eckernförde : Sonderausstellungen : Michael Arp
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Michael Arp – Von der Landschaft zum Stillleben

Der 1955 in Eutin geborene und seit 1990 in Grödersby an der Schlei lebende Michael Arp hat sich drei, in seinem Werk gleichwertig nebeneinander stehende Arbeitsfelder geschaffen, die in der aktuellen Ausstellung des Museums Eckernförde gezeigt werden: Landschaft, Figurenbild und Stillleben, insgesamt 47 Arbeiten unterschiedlichen Formats. Allerdings sind sie inhaltlich anders besetzt, als man es gemeinhin mit diesen Themen verbindet.

Seine Landschaften sind kleinformatig und tragen oft den Charakter von Studienbildern, was sie gleichwohl nicht sind. Auch im kleinen Format ist Arp ein Meister der Komposition und Farbgestaltung, die in Schleswig-Holstein ihresgleichen sucht. Wie er Dunst, Nebel und Regen atmosphärisch erfasst und künstlerisch umsetzt, ist einzigartig: in der Regel malt er aus dem Auto heraus, wodurch das Format schon bestimmt ist.
Seine Figurenbilder entstehen nach Skizzen im Atelier; meist sind es Einzelfiguren, die im Regen – mit Schirm – durch die Straßen gehen, aus der Nähe erfasst und Format füllend ausgeführt. Dabei geht es ihm vor allem um das Studium der Bewegung und der Haltung.

Ebenso nahsichtig und zugleich fast das Format sprengend setzt er seine Stillleben in Szene, die keine blühenden Blumensträuße oder saftigen Früchte, sondern Rost, Schrott, Morbidität zeigen, Materialkontraste von Kupferkannen und Quitten oder Messinggefäße kontra Behälter aus Zink. Immer sorgt Arp für eine spannende Komposition, die zuweilen durch im Bild verspannte Taue oder Kabel u. ä. verstärkt wird.

Abbildung: Stillleben mit Kannen, 2004, Öl/Lwd., 50 x 70 cm (Besitz des Künstlers, Foto: C. Göhler, Studio für Fotografie, Schleswig)

info

Laufzeit: 23. Januar bis 20. Februar 2005

Öffnungszeiten: Di – Sa 14.30 – 17 Uhr, So 11 – 17 Uhr

Publikationen:
Zur Ausstellung erscheint ein Museums-Sammelblatt.

Begleitende Veranstaltungen:

Treffpunkt Museum: Kunst im Gespräch mit Dagmar Rösner M.A. am 2. Februar um 15 Uhr im Museum


 

 
 
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