Museum Eckernförde : Das besondere Museumsstück : Deichbruch an der Elbe
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das besondere museumsstück

Deichbruch an der Elbe

Deichbruch an der Elbe, 1825


Lithographie nach Zeichnung von Friedrich Thöming (1802 - 1873), 12,5 x 18,1 cm, bez. u. dat. am Unterrand: gezeichnet von Fr. Thöming 1825 / Hamb privileg Steindr
Museum Eckernförde Inv. Nr. 2002/118

Als Beleg für einen Aufenthalt des Eckernförder Malers Friedrich Thöming in Hamburg auf seinem Weg nach Italien können wir dieses Blatt bewerten, das zwischen dem 4. Februar und dem 23. März 1825 entstanden sein muss. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Thöming selbst Augenzeuge der verheerenden Nordsee-Sturmflut am 3./4. Februar 1825 war, die besonders das Alte Land heimsuchte. Man schreibt die Höhe, Gewalt und verwüstende Wirkung einem Orkan zu, der, begleitet von Gewitter, Hagel- und Schneeschauern, von Südwest nach Nordwest drehte und dabei die Flut bis zu 3,5 m über Mittelhochwasser steigen ließ. Um Mitternacht brachen die Deiche und ergossen sich in solcher Geschwindigkeit über das dahinter liegende Land, dass die Menschen im Schlaf überrascht wurden. Rund 800 Opfer forderte die Flut.

Die Dramatik des Geschehens, wie sie Thöming erfasst, kulminiert in dem verzweifelten Versuch der Erwachsenen, ihre Kinder vor dem Ertrinken zu bewahren. Angesichts der Gewalt, mit der die Wassermassen über die Häuser hereinbrechen, scheint der Kampf aussichtslos.

Thömings Zeichnung fand als Steindruck (Lithographie) Verwendung für ein Flugblatt, das zu einer Theater-Benefizveranstaltung "für die in Folge der Sturmfluthen bedürftig, vater- und mutterlos gewordenen Kinder des Herzogthums Bremen" aufrief. Diese Veranstaltung sollte am 23. März 1825 in Stade stattfinden und bestand aus drei Lustspiel-Einaktern des damals populären August von Kotzebue.

Das Blatt stammt aus Privatbesitz und konnte mit finanziellen Mitteln des Museumsvereins Eckernförde für das Museum erworben werden.

wegweiser

Deichbruch an der Elbe:
Raum 1.01

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2003

Fayence-Teedose
Porträt S.C. Otte
Deichbruch 1825
Osterhasen
Stuhl, um 1905
Porträt M. Suadicani
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