Museum Eckernförde : Das besondere Museumsstück : Fäkalienkübel
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das besondere museumsstück

FäkalienkübelFäkalienkübel
sog. "Goldeimer", um 1949/50
Stahl, Zink, H. 63 cm, Durchmesser 35 cm
Museum Eckernförde Inv. Nr. AB 1413


Unser Eimer hat zur Verdeutlichung der hygienischen Situation in Eckernförde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs seinen Platz in der Flüchtlingsunterkunft im Dachgeschoss des Museums gefunden. Am Ende des Krieges gab es ca. 2500 solcher Zinkkübel, die zum großen Teil beschädigt oder unbrauchbar waren. Im September 1949 wurden deshalb 740 neue Kübel mit vorschriftsmäßig schließendem Deckel angeschafft. Bis 1968 taten in verschiedenen Bereichen der Stadt noch rund 500 Eimer ihren Dienst.

Der Bau einer Vollkanalisation wurde zwischen 1898 und 1904 zwar am Vogelsang begonnen, doch Stadt und verschiedene Interessenverbände wie Haus- und Grundbesitzer-Verein oder auch die Kleingartenvereine stritten bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein über Sinn und Unsinn der Kanalisation. In den 20er Jahren wurden wöchentlich bis zu 1500 Kübel durch die Stadt bewegt, mit einem zweispännigen Pferdefuhrwerk. Nach dem Krieg übernahm dann ein Lastwagen diese Aufgabe.

Man kann sich angesichts der heute üblichen Toiletteneinrichtungen kaum noch vorstellen, unter welchen Bedingungen die damals mit der Fäkalienabfuhr Beschäftigten ihrer Arbeit nachgingen. So ist es denn aus vielerlei Gründen nur gut, dass der letzte "Goldeimer" zum Museumsstück geworden ist, das man nicht mehr benutzen kann und muss.

wegweiser

Fäkalienkübel:
Raum 2.01

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2003

Fayence-Teedose
Porträt S.C. Otte
Deichbruch 1825
Osterhasen
Stuhl, um 1905
Porträt M. Suadicani
Früchtestillleben

2004

Fäkalienkübel

2005

Briefträgerinnen
30 Jahre Museum Eckernförde

 


 

 
 
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